Mein schneller Untergang

Es war das Jahr 2005 als ich meine lehre als Einzelhandelskaufmann abgeschlossen habe. Ich suchte nach einen neuen Job und wurde auch sehr schnell fündig. 14 km auf meinem Wohnort bekam ich ohne großen Anforderungen einen neuen Job als Verkäufer in einem bekannte unternehmen. Ich fühlte mich sehr wohl und mir gefielen auch die ersten Tage. Es war natürlich ein Lernprozess bis ich die Produkte verstehe und dementsprechend auch Kunden bedienen konnte. Es dauerte nicht lange das ich einen überdurchschnittlich hohen Lohn verdiente. Der Verkauf lag mir sehr gut und ich konnte auch mit den Kunden gut kommunizieren und mir machte die Arbeit auch spaß. Der Betrieb wuchs sehr stark so das wir auch die eine oder andere Überstunde leisteten. Ich hatte kein Problem damit da mir die Arbeit richtig spaß machte. Die Arbeitskollegen war Toll und wir hatten auch ordentlich Spaß dazwischen. Zum ersten mal im Leben fühlte ich mich angekommen. Ich war richtig glücklich. Lobeshymnen vom Chef und ich war richtig motiviert mehr zu leisten. Stolz erzählte ich meinen Eltern davon die allerdings nur wenig gehör dafür hatten. Schließlich war die Landwirtschaft das Leben. Ok nach dem ich sowieso das Leben mehr oder weniger in der Firma verbrachte war das nicht weiter schlimm für mich und ich teilte alles mit meinen Kollegen und meiner Freundin. Es dauerte nicht lange konnte ich mir meinen Kindheitstraum erfüllen und gönnte mir eine schickes Auto  (BMW e46 M3). Das war ein ganz besonderer Moment für mich. Es war für mich ein ganz großes Ziel das ich erreicht habe. 

 

Im Jahr 2014 beschloss ich und meine Freundin ein Haus zu bauen. Gleich in der nähe vom Elternhaus war ein Grund frei den ich erwerben wollte und der im Besitz meiner Eltern war. Meine Eltern sicherten mir zu das ich hier ein Haus errichten darf. Wir fingen an zu planen. Schließlich hatte ich einen gut bezahlten Job und meine Freundin verdiente auch ganz gut so das wir das Finanziell stemmen können. Als wir das mit dem Grunderwerb durchführen wollten kam es immer wieder zu problemen. Während dessen hatten wir schon mit dem Bau des Kellers begonnen. Ich hatte durch meine harte Arbeit in den letzten Jahren viel erspart und hatte eine ordentliche Grundlage. Doch es verzögerte sich ständig und es kamen seitens von meinen Eltern ausreden das die Behörde schuld an der ganzen Sache ist. Zur gleichen Zeit fragte mich mein Vater ob ich nicht in eine Firma investieren möchte. Er versprach kurzfristige Gewinne. Ich dachte mir nur, jetzt könnte ich es gut gebrauchen und vertraute meinen Vater 40.000 € an. Ich vertraute ihm das voll und ganz. Zwei bis drei Monate später der Schock. Ich informierte mich für die Grundlage des Investments und mir wurde klar das die Firma dubios handelte. Mein Vater ist sehr leichtgläubig was mir zu dieser Zeit nicht bewusst war. Ich kam in eine enorme Stresssituation und konnte keine Nacht mehr schlafen. Wenn ich das Gespräch mit meinen Vater suchte blockte er ab und stellte mich für dumm hin. Oder ich sein Negativ.  Es war immer wieder ein Schock für mich und konnte es nicht glauben was da gerade passiert. Ich stand plötzlich vor dem nichts. Meine ganzes Geld war in kurzer Zeit weg was ich mir in den letzten 15 Jahren durch harte Arbeit gespart habe. Zusätzlich kam dazu das mein Vater auch zögerte den Grund mir zu vererben wo ich auch bereits viel Geld investiert hatte und mir nichts gehörte. Mein Kontostand war auf 0 und ich hatte sozusagen nichts. Ich verlor von Tag zu Tag immer mehr das Vertrauen in meinem Vater und hatte angst vor dem nichts zu stehen. Ich fing an mir Selbst Vorwürfe zu machen. Traute mich nicht mehr ausser Haus und bekam Depressionen. Meine Zukunft war ungewiss. Ich wollte nicht mehr zur Arbeit. Ich fühlte mich gefangen. Mein Selbstwertgefühl war im Keller. Das schlimme für mich war das mein Vater mich nicht verstehen konnte mit was ich zu kämpfen habe. Er blockte ab. Ich wohnte zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause und bekam zusätzlich mit massiver Angst zu tun. Später breiteten sich starke Panikattacken aus. Ich fühlte mich ausgeliefert und konnte mit meinen negative Gefühlen nicht mehr umgehen. Ich ging zur Arbeit so als ob ich das ganze leben alles falsch gemacht hätte. doch es kam schlimmer.

Ein paar Monate später als ich mit meinen Freunden unterwegs war, fragte mich mein Freund ob ich licht werde am Hinterkopf. Ich dachte mir nicht viel und sah am Abend im Spiegel wie mein Hinterkopf bereits schütter wurde. Der nächste Schock für mich. Ich bin sehr Eitel und liebe meine Haare. Das ich mein dichtes Haar jemals verlieren werde konnte ich nie glauben. Es scheint so als würde das Leben nur mehr bergab gehen. Wenn ich jetzt auch noch meinen Attraktivität verliere und meine Freundin, dann habe ich alles verloren. Diese Negativen Gedanken kamen auch noch dazu. Ja was soll ich sagen. ein Jahr später war mein Oberkopf fast haarfrei. Und so begann mein langer Leidensweg……

 

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